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Der
Termin zur GI rückte immer näher und dann kam am 29.10 ein Anruf der Praxis Dr.
Rogalla und Dr. Rummel.„ Können Sie schon einige Tage früher erscheinen???“
Ja, natürlich antwortet ich, wann sollen wir denn kommen???„Übermorgen?“
Oh, Hilfe. So kurzfristig. Immerhin hatten wir 5 Stunden Fahrt vor uns
und Urlaub brauchten wir ja dafür auch. Innerhalb einer halben Stunde konnte ich alles organisieren und so ging es Freitags um 02:00 Uhr morgens
los, Richtung Nidderau.
Regenwetter, eine Baustelle nach der anderen und Stau. Das fing ja gut an. In der Praxis angekommen, ging auch alles recht zügig.
Patientendaten, Gangbildanalyse und schwubb die Schlafspritze. Als Janco tief eingeschlafen war, sind wir sofort gegangen, da wir eh´
nichts tun konnten und vollstes Vertrauen zu Frau Dr. Rogalla hatten.
Zwei Stunden später der Anruf, bei Janco ist alles Glattgelaufen, wir können zu
ihm. Da lag der kleine Tropf auf dem Boden, eingewickelt in der Decke und total
durcheinander. Ein bisschen erschrocken hatte ich mich schon, denn so große Einstiche hatte ich
nicht erwartet.
Frau Rogalla zeigte uns die Röntgenbilder, erklärte er habe die Hüfte und 14
Fernpunkte akupunktiert bekommen und versetzte uns gleich den nächsten Schock.
Ihm könnten nicht nur die Hüften Schmerzen bereiten, sondern auch seine
Kniescheiben, die so locker sind, dass man diese ohne weiteres herausschieben
kann. Dagegen kann man nichts machen, nur hoffen, da er noch recht jung sei, dass
die Bänder sich noch stärken. Aber da sind wir absolut guter Hoffnung, denn vorne ging er ja eine zeitlang
sehr nach innen
und das hat sich fast vollständig gegeben.
Falls die Kniescheibe sich verschiebt, soll er ein paar Schrittchen rückwärts
gehen,
dann hopst sie wieder rein. Na, hoffen wir mal
.
Die Heimfahrt war nicht sehr schön,
Janco konnte nicht mehr schlafen und jammerte. Er mag sowieso
nicht gern Auto fahren und dann so lange war er nicht gewöhnt.
Nach drei Stunden Fahrt starteten wir den Versuch ihn aus dem Wagen zu heben, damit er seine Geschäftchen erledigen
kann. Er war so wacklig auf den Beinen, dass ich ihn erst mal hab auf dem Rasen liegen lassen und siehe da,
aufgestanden war er. Und das Beste, Beinchen heben
musste sein. Sah´ schon ziemlich ulkig aus.
Die erste Nacht haben wir bei ihm verbracht, weil er die ganze Zeit jammerte und
ziemlich traurig ausschaute. Er bekam seine Lieblingskauknoten ( ist wie ein
Schnuller für ihn ) und er beruhigte sich etwas. Aber am nächsten morgen war
alles vergessen, er war vollkommen der Alte. Alle Sorgen umsonst. Ab da hieß es
eine Woche Leinenzwang und strammes Spazieren gehen. Passte ihm nicht wirklich, aber da musste er durch.
Mittlerweile sind zweieinhalb Wochen vergangen und ich kann nur sagen, wir haben einen „neuen“ Janco.
So aufgeweckt und aktiv habe ich ihn noch nie gesehen.
Wir haben ein absolut neues, für uns nicht bekanntes Problem. Er versucht
überall Raufzuspringen, rüber zu springen und alles anzuspringen. Er kann endlich mit seinem Spielgefährten mithalten und setzt sich nicht nach einer kurzen Weile an den Rand, weil er Schmerzen hat.
Ich bin so glücklich , dass ich ihn so erleben darf und muss trotz seiner „Dummheiten“ immer grinsen.
Ein kleines Beispiel ist, dass er nicht aufs Sofa darf. Er hat auch nie den
Versuch unternommen
drauf zu kommen.
Aber Wauzis testen ihre Grenzen und es gibt in diesem Fall auch einen Grund,
das er es nicht getan hat.. Bei Janco sind es Schmerzen, die ihn veranlasst haben es nicht zu tun.
Jetzt ist alles anders. Ihm ist jetzt sogar erlaubt aufs Sofa zu kommen, Erziehung hin, Erziehung her
( an der Stelle ein dickes Grinsen an Silke). Auch wenn er nur ein paar Monate mit der GI schmerzfrei sein sollte, gelohnt
hat sich diese Behandlung in jedem Fall. Gestern ist Janco ein Jahr alt geworden und wir können nur sagen,
ein ganz toller Start ins neue Lebensjahr, oder? Knutschis an meinen süßen, kleinen Janco, hab dich ganz doll lieb, du Rabauke.
Arco und Silke möchte ich auch noch mal danke, danke, danke sagen. Für eure Erfahrungen, die ihr weitergegeben
habt und vor allem fürs zuhören. Ihr habt uns so geholfen Entscheidungen
zu treffen und uns so viel Mut gemacht.
Das ist sehr lieb und absolut nicht selbstverständlich.
Liebe Grüße, auch ein dickes Bussi und von Janco ein Schlickern durchs Gesicht.
Lydia & Janco
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