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Bei der Endoprothese werden Kopf, Pfanne
oder beide Teile des Hüftgelenks durch künstliches Material ersetzt. Ziel dieser
OP ist es, den Hund auf Dauer mit einem mechanisch intakten, schmerzfreien
künstlichen Gelenk zu versorgen.
Im Gegensatz zur
Denervation,
zur
Durchtrennung des Pectinus-Muskels
und der
Goldimplantation
behandelt diese Methode die HD nicht nur symptomatisch, sondern ursächlich,
indem sie das kranke Gelenk ersetzt. Die Hüftendoprothese wird
angewendet, wenn Gelenkerhaltende Operationen bei einer hochgradigen HD mit
schweren Arthrosen keine Aussicht auf Erfolg haben und/oder der Besitzer rein
symptomatische HD-Operationen ablehnt.
Der Einsatz eines künstlichen Hüftgelenks sollte erst nach dem Schluß der
Wachstumsfugen erfolgen. Bei kleineren Hunden wird oft der Femurkopfresektion
der Vorzug gegeben, so daß der
künstliche Hüftersatz vorwiegend bei mittelgroßen bis großen Hunden angewendet
wird. Nach dem vergleichsweise großen Eingriff
müssen die Hunde i.d.R. mehrere Tage in der Klinik bleiben. Zu den wichtigsten
möglichen Komplikationen zählt die Luxation (Auskugelung) des Prothesenkopfes,
die sich meist innerhalb der ersten vier Wochen nach der OP zeigt. Deshalb muß
die Bewegung des Hundes in der frühen postoperativen Phase strikt eingeschränkt
werden.
Die Risiken der Hüftendoprothese liegen zum einen in einer Knocheninfektion
durch Keime und zum anderen in der Pfannen- und /oder Schaftlockerung. In beiden
Fällen muß die Prothese wieder entfernt werden, wobei zu beachten ist, dass eine
erneute Implantation nicht mehr möglich ist. Trotz dieser Risiken bietet die Totalendoprothese aufgrund einer hohen
Erfolgsquote für Hunde mit ausgeprägter HD eine viel versprechende Prognose, was
auch durch Langzeitstudien belegt ist. Dennoch sollte man nicht vergessen, dass
diese OP auch die aufwendigste, risikoreichste und teuerste aller erläuterten
Maßnahmen ist.
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