
Bindehautentzündung
auf beiden Augen ist oft auf eine allergische Reaktion zurückzuführen. Manchmal tritt Bindehautentzündung als
Reaktion auf Pollen, Staub oder Rauch auf. Am inneren Lidrand bilden sich
glänzende Pünktchen, aber die Augen tränen in den seltensten Fällen. Diese Form der Erkrankung ist nicht
weiter tragisch und verschwindet nach 24 Stunden normalerweise von selbst, nur
die Rötung kann etwas länger anhalten. Bedenklich wird es erst, wenn der Hund
fiebert, sich offenbar unwohl fühlt und keinen Appetit hat.
Leidet der Hund an einer
Infektionskrankheit wie Staupe oder Hepatitis, die auch die Atemwege befällt, so
entwickelt, der Bindehautkatarrh( Konjunktivitis ). Er wird aber auch durch
Verletzungen, chemische Reize oder Allergien verursacht. Das Auge rötet sich
stark, schwillt beträchtlich an und sondert dickflüssigen weißen oder grauen
Schleim ab.
Zeigen sich diese Erscheinungen nur auf einem Auge, so ist die Ursache meist auf eine Verletzung oder einen Fremdkörper
zurückzuführen. Chronische Bindehautentzündung folgt meist auf den unbehandelten Katarrh
und ist ebenfalls auf eine bakterielle Infektion zurückzuführen. Wind und Staub sind weitere
Risikofaktoren.
Aktive Jagdhunde erkranken daher besonders häufig (und immer
wieder)
an Konjunktivitis. Die Symptome der chronischen Form fallen regelrecht ins Auge: dickflüssiger, gelber
Ausfluss, der die Lider völlig erklebt, sowie ein
leichter Lidkrampf.
Im schlimmsten Fall erkrankt der Hund an
einer trockenen Bindehautentzündung, die meistens
aus einer unbehandelten,
chronischen Konjunktivitis hervorgeht. Die Symptome gleichen denen
in den
bereits beschriebenen Formen, hinzu kommt jedoch, dass die Tränendrüsen des Auges völlig austrocknen und keine Flüssigkeit mehr produzieren. Angegriffen wird vor
allem die Hornhaut,
sie bildet Geschwüre und verkümmert.
Die entstandenen Schäden lassen sich
nicht rückgängig machen,
es bleiben narbige Veränderungen in der Hornhaut
zurück. Auch Vitamin-A-Mangel
oder eine Infektion kann die trockene
Bindehautentzündung auslösen, doch das ist eher selten der Fall.
Geht die Krankheit auf eine Allergie zurück, so verschreibt der Arzt
Antihistamine, um auf die Allergie einzuwirken, sowie gefäßverengende Mittel, um das
Platzen der feinen Äderchen im
Auge zu stoppen und die bestehenden Gefäße zu straffen. Nach ein oder zweit Tagen ist der Hund wieder völlig gesund.
Beim Bindehautkatarrh wird das Auge zunächst sorgfältig gereinigt
und anschließend mit Antibiotika in Form von Tropfen oder Salben behandelt. damit wird das Austrocknen des Auges verhindert. Ist die Konjunktivitis
bereits chronisch, so versucht man, die Erreger der Infektion herauszufinden. Vor äußerlichen Risikofaktoren wie
Wind und Staub muss der Hund nun ständig geschützt werden.
Um ein Austrocknen der
Hornhaut zu verhindern, gibt es nur zwei Möglichkeiten: Entweder wird dem Hund
von nun an regelmäßig künstliche Tränenflüssigkeit zugeführt, oder der Arzt
verlegt den Ohrspeicheldrüsengang in den Bindehautsack,
wodurch das Auge dann
mit Speichel befeuchtet wird.
Hier gibt es jedoch bis heute noch keine
Möglichkeit, dieser Krankheit vorzubeugen!!!!